Vom 20. bis zum 25.09. waren wir, 10 Schüler der Abschlussklasse K2, zwei Lehrer und ein außenstehender Begleiter auf Studienfahrt in den Dolomiten. Wir fuhren am Sonntagmorgen um sechs Uhr los, sodass wir bereits am frühen Nachmittag in Südtirol ankamen. Somit hatten wir noch die Möglichkeit ein Freilichtmuseum auf dem Monte Piana zu besuchen. Es liegt dort, wo im ersten Weltkrieg die Grenze zwischen Italien und Österreich-Ungarn verlief. Durch die noch erhaltenen Anlagen und Schützengräben erhielten wir gute erste Einblicke in die damalige alpine Kriegsführung.

Am nächsten Morgen ging es für uns mit dem Bus zum Aufstieg unseres ersten Klettersteiges. Der erste Tag war der anstrengendste für uns, da er den längste Aufstieg, die meisten Höhenmeter und die längste Strecke hatte. Das machten jedoch die herausragende Aussicht und wunderschöne Natur wieder wett. Als wir abends die drei Zinnen und unsere Hütte erreichten, gab es für uns noch die Möglichkeit sich in einem Bergsee zu erfrischen.

Wir standen an unserem zweiten Tag (teilweise) sehr früh auf, um bis zum Sonnenaufgang den Toblinger Knoten, einen nahegelegenen Berg, zu besteigen. Dieser war während des Gebirgskrieges ein wichtiger Aussichtspunkt für die österreichischen Kaiserjäger und Standschützen. Nach einem Frühstück ging es nun, wieder als gesamte Gruppe, weiter auf den Paternkofel. Der Aufstieg führte uns durch einen Stollen mit steilen, in den Felsen gehauenen Stufen. Darauf folgte ein Klettersteig bis auf den Gipfel. Hier erwartete uns eine atemberaubende Aussicht auf die drei Zinnen. Der Paternkofel war für den Großteil des Krieges italienisch besetzt und der Schauplatz für die Tragödie um den Bergführer und Offizier Sepp Innerkofler. Für den Rest des Tages folgten wir weiter dem historischen Grenzverlauf und erreichten schließlich die Zsigmondy-Hütte. Nach einem köstlichen Abendessen und ein paar Runden Mäxle ging auch unsere zweiter Klettersteigtag zu Ende.

Mittwochs hatten wir morgens wieder einen längeren Anstieg, dafür war der erste Teil des Klettersteiges etwas einfacher als die Vorangegangenen. Danach führte uns unser Weg durch ein Karstplateau aus Geröll und Steinen. Auch an diesem Tag hatten wir zu unserer Mittagspause wieder eine grandiose Aussicht. Nach einem weiteren spannenden Klettersteig am Nachmittag erreichten wir unsere Hütte für die Nacht. Hier gab es herausragende Knödel. Hinterher saßen wir Abends noch zusammen und haben gesungen.

Nun ging es für uns auf den letzten Klettersteig dieser Fahrt. Dieser führte uns erneut zu einigen historischen Stätten die wir erkunden durften. Nachmittags barg der Klettersteig noch einige spannende Herausforderungen. Zum Abschluss besuchten wir das Freilichtmuseum an der Anderter Alpe. Dieses zeigte an mehreren Stationen den Kriegsalltag und verschiedene bauliche Maßnahmen, wie Materialseilbahnen, aus dem ersten Weltkrieg. Nach unserer Rückfahrt ließen wir die Studienfahrt bei einer Spezi auf dem Pausenhof ausklingen.

Die Studienfahrt bot eine gute Mischung aus sportlichen Aktivitäten und Herausforderungen, wunderschöner Natur und historischen Einblicken.

Artikel: Annelen Ochs