„Deutschland unter der Herrschaft der Nationalsozialisten“ – keine leichte Kost, aber ein Schwerpunktthema im schriftlichen Geschichte-Abitur 2027.
Um nicht nur im Klassenzimmer über dieses komplexe Thema zu sprechen, verbrachte der Leistungskurs Geschichte ein Wochenende in München, der ehemaligen „Hauptstadt der Bewegung“.
Der Leistungskurs Kunst schloss sich kurzerhand an, um sich ein wichtiges Gemälde Francis Bacons – „Kreuzigung“ – live und in Farbe in der Münchner Pinakothek der Moderne anzuschauen.
So konnten beide Kurse voneinander profitieren, denn Bacon befasste sich in diesem eindrucksvollen Triptychon mit der Schreckensherrschaft der Nationalsozialisten . Das Kunstwerk zeigt gequälte Fleischmassen und sadistische Aufseher.
Im NS-Dokumentationszentrum, das auf dem Gelände der damaligen NSDAP-Parteizentrale erbaut wurde, setzte sich unsere Gruppe vor allem mit dem Thema „Erinnerungskultur“ auseinander: Warum beschäftigen wir uns heute noch so intensiv mit der nationalsozialistischen Herrschaft? Was lernen wir aus der Geschichte?
Ausgehend von der Analyse verschiedener NS-Wahlplakate diskutierten wir z.B. über Rechtspopulismus und Antisemitismus heute.
Ein Gang durch die Ausstellung zeigte anschaulich, wie die Nationalsozialisten mit Verfolgung und Ausgrenzung Andersdenkender und mit Propaganda ihr Ziel der Formierung einer „homogenen Volksgemeinschaft“ verfolgten.
Der nächste Tag zeigte den beiden Kursen das Gegenteil: bei einem Stadtrundgang zum Thema „Widerstand“ fanden wir uns unter anderem im Lichthof der Universität wieder, wo Mitglieder der „Weißen Rose“ Flugblätter gegen das Hitler-Regime verteilten und schließlich denunziert, verhaftet und hingerichtet wurden.
Insgesamt waren sich alle Beteiligten einig, dass sie interessante und gewinnbringende Tage erlebt haben, bei denen auch die Freizeitgestaltung bei bestem Wetter in München nicht zu kurz kam!
Artikel: Bücheler
