Die Hunde-AG war im Schuljahr 2018/19 erstmalig ein Angebot für die Ganztagesklasse 6e. Jeden Dienstagnachmittag war für eine Gruppe von bis zu 10 SchülerInnen das Thema „Hund“ angesagt. Aufgrund der großen Nachfrage fand die AG zweiwöchig mit zwei Gruppen im Wechsel statt. Der „Star“ der AG war natürlich unser Schulhund Samy. Samy ist ein vierjähriger Labrador Retriever und ausgebildeter Schulhund.

Zu Beginn der AG mussten die SchülerInnen zunächst die Grundverhaltensregeln im Umgang mit Hunden lernen. Grundvoraussetzung ist ein respektvoller und positiver Umgang mit dem Hund. Regeln wie „Wir schreien nicht“, „Wir bedrängen den Hund nicht“, „Wir starren Samy nicht an“, „Die Hundedecke ist Samys Ruhezone“ sind wichtig, damit auch der Hund sich unter den vielen Kindern wohlfühlen kann und seinen „Job“ als Schulhund gerne macht.

Anschließend lernten die SchülerInnen sehr viel Wissenswertes über Hunde, also zum Beispiel welche Hunderassen es gibt, was Hunde essen dürfen, wie Hunde untereinander kommunizieren, wie sie lernen etc.. Im Vordergrund stand dabei, wann immer möglich, die praktische Umsetzung; mit Samy konnten die SchülerInnen das Gelernte anwenden und üben.

Natürlich sollte auch der Spaß nicht zu kurz kommen. Mit Hunden bieten sich dabei vielfältige Möglichkeiten: So haben wir im Laufe des Schuljahres zum Beispiel auch viel mit Samy auf dem Schulhof gespielt, haben für den Adventsbasar Hundeleckerlis gebacken und sind bei schönem Wetter manchmal Gassi gegangen. Die SchülerInnen durften auch Kunststückchen mit Samy üben und selbstverständlich viiiel Liebe und Leckerlis verteilen.

In der AG waren sowohl Kinder, die den Umgang mit Hunden bereits gewohnt waren, als auch Kinder, die bisher wenig Kontakt zu Hunden hatten. Besonders für diese SchülerInnen ist die Hunde-AG ein wertvolles Zusatzangebot. Diese SchülerInnen verhielten sich dem Hund gegenüber anfangs eher zurückhaltend und manchmal auch ein wenig ängstlich. Das legte sich aber sichtbar im Laufe der Zeit, denn durch Samys freundliches und zurückhaltendes Wesen gegenüber Kindern gewannen sie immer mehr Vertrauen.

Der unbeschwerte Umgang der anderen Schüler als positives Beispiel half dabei. Durch Samy als lebendiges Beispiel konnten die SchülerInnen darüber hinaus verstehen lernen, warum sich ein Hund in bestimmten Situationen auf bestimmte Art und Weise verhält. Zu unterscheiden, ob ein Hund sich freut, Angst hat oder aufgeregt ist, war für viele Schüler zuerst nicht leicht zu erkennen. Je besser sie den Hund jedoch lesen lernten, umso sicherer wurden sie auch im Umgang mit ihm – und damit auch gegenüber fremden Hunden, denen sie auf der Straße begegnen.

In diesem Schuljahr konnte die Hunde-AG leider nicht stattfinden. Zwar begleitet mich Samy gelegentlich auch in den Regelunterricht, wir hoffen aber natürlich, dass sich bald wieder die Möglichkeit ergibt, eine Hunde- AG anbieten zu können.

Autoren: Kirsten Hradek und Samy